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Continent-wide modelling of potential habitats and connectivity for the Eurasian lynx (Lynx lynx) in Europe

DOI: 10.3112/erdkunde.2021.02.01
Year: 2021
Vol: 75
Issue: 2
Pages: 69-85
Summary:

Eurasian lynx (Lynx lynx) once inhabited almost the whole of the European continent. After facing nearly complete extinction about a century ago, they now form a more or less connected metapopulation with eleven broad-scale populations and numerous isolated habitat patches throughout Europe. Increasing public interest and a favourable legislative status by the EU give rise to hope for the return of the felide to parts of Central and Western Europe, where it is currently absent. In this context, a solid understanding of the overall suitability of the European landscape for a well-connected lynx population is crucial. Therefore, this work is looking into the current situation as well as potential habitats, ease of movement between those habitats, and potential future distribution, with the main focus on broad-scale spatial patterns. In addition to existing populations, eight habitat clusters were identified across Europe, using a modelling approach, rooted in a rule-based assessment accompanied by least-cost path identification, generating possible movement corridors. Key findings include large areas of potential habitat, yet overall low connectivity, with lynx movement restricted by a lack of forest cover as well as human land use, including mainly linear barriers like highways and dense road networks. This situation provides a number of challenges and opportunities for national and international conservation: The results clearly indicate that for a recolonisation of many parts of the European landscape reintroduction measures are indispensable in many parts of Europe. They also offer a first step towards a general understanding of how large carnivores like the Eurasian lynx might exist within a landscape increasingly shaped by anthropogenic actions and land use.

Zusammenfassung:

Für lange Zeit war der Eurasische Luchs in weiten Teilen des europäischen Kontinents beheimatet, bis er vor etwa einem Jahrhundert beinahe vollständig aus diesen Lebensräumen verdrängt war und nur allmählich in seine ursprünglichen Verbreitungsgebiete zurückkehrte. Heute bildet er eine mehr oder weniger zusammenhängende Metapopulation mit elf großflächigen Subpopulation und zahlreichen isolierten Lebensräumen in ganz Europa. Steigendes öffentliches Interesse und ein positiver Rechtsstatus von Seiten der EU lassen auf eine Rückkehr des Eurasischen Luchses auch in Bereiche Zentral- und West-Europas hoffen, in denen er aktuell noch fehlt. In diesem Zusammenhang ist ein Verständnis der Eignung dieser Gebiete für eine ausreichend vernetzte Luchs-Population besonders wichtig. Hier untersuchen wir die aktuelle Situation, potenzielle Habitate, Möglichkeiten des genetischen Austauschs zwischen diesen Habitaten und zukünftige Verbreitungsmuster. Der Fokus liegt dabei auf großflächigen räumlichen Mustern. Durch die Erstellung eines regelbasierten Modells und eine Analyse der Least-Cost-Path-Verbindungen zwischen einzelnen Lebensräumen ist es uns gelungen, zusätzlich zu existierenden Population in Europa acht potenzielle Habitat-Cluster zu identifizieren, die durch ein Set potenzieller Bewegungskorridore verbunden sind. Insgesamt weist Europa große Flächen geeigneter Lebensräume auf; die Konnektivität dieser Habitate zeigt sich jedoch als gering. Dabei stellen ein Fehlen ausreichender Waldflächen, und die anthropogene Landnutzung die Haupthindernisse für die Verbreitung des Luchses dar. Lineare Barrieren wie Schnellstraßen und dichte Straßennetze spielen ebenfalls eine große Rolle. Der Schutz des Luchses ist demnach mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Herausforderungen verbunden, bietet aber auch Chancen für den aktiven Naturschutz. Unsere Ergebnisse unterstreichen, dass eine natürliche Wiederkehr des Luchses ohne aktive Eingriffe in vielen Teilen Europas nicht möglich sein wird. Sie stellen damit einen ersten Schritt in Richtung eines allgemeinen Verständnisses der Rolle von großen Raubtieren in einer zunehmend durch den Menschen geprägten Umgebung dar.

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