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You are here: Home Archive 1996 Global distribution of species diversity in vascular plants: Towards a world map of phytodiversity

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Global distribution of species diversity in vascular plants: Towards a world map of phytodiversity

DOI: 10.3112/erdkunde.1996.04.03
Year: 1996
Vol: 50
Issue: 4
Pages: 317-327
Zusammenfassung:

Als Grundlage einer zukünftigen Weltkarte der Biodiversität wird eine kommentierte farbige Weltkarte der potentiellen Artendiversität von Gefäßpflanzen vorgestellt. Trotz der Vielfalt der Vegetations- und Arealkarten fehlte bis heute abgesehen von der noch sehr einfachen Karte von MALYSHEV (1975) - eine solche Darstellung. Dies ist um so überraschender, als Biodiversität und die Verteilung Genetischer Ressourcen heute mit im Zentrum einer internationalen und politischen Diskussion stehen. Der Kenntnisstand der Artenvielfalt Höherer Pflanzen und ihrer Verbreitung ist im Vergleich zu allen anderen großen Organismengruppen (z. B. Arthropoda) extrem gut. Grundlage der Karte ist die Auswertung der Daten aus rund 1400 Florenwerken sowie floristischen, vegetationskundlichen und ökologischen Arbeiten auf regionaler bis kontinentaler Basis. Die Artenzahlen der gegebenen Gebiete (meist politische Einheiten) werden über eine Standardformel auf die Einheitsfläche von 10 000 km' umgerechnet. Es werden zehn Diversitätszonen der Kategorien zwischen< 100 spp. und >5000 spp. pro 10 000 km' festgelegt und über Farbsignaturen kartographisch erfasst. Der Verlauf der zonalen Umgrenzungslinien von Flächen gleicher Taxondichte (Isotaxen) muss - da die Datenbasis meist politische und keine naturräumlichen Einheiten umfasst - durch Klima- und andere Daten extrapoliert werden. Die Weltkarte weicht in erheblichen Details von den bisherigen Vorstellungen zur Verteilung der Diversität ab. Es werden sechs globale Artenmaxima anerkannt: 1. Choco-Costa Rica-Zentrum, 2. Tropisches Ost-Anden-Zentrum, 3. Atlantisches BrasilienZentrum, 4. Ost-Himalaya-Yunnan-Zentrum, 5. Nord-Borneo-Zentrum, 6. Neu Guinea-Zentrum. Die Ergebnisse werden kommentiert und diskutiert. Notwendigerweise müssen eine Reihe terminologischer Fragen geklärt werden (z. B. Isotaxen-Isoporien, Diversitätsmaxima, Diversitätszentren, Qualitätskriterien zur Erfassung von Diversität, Landschaftsdiversität -Geodiversität-Ökodiversität etc.). Erwartungsgemäß hängt die Biodiversität eines Gebietes nicht nur von seiner Geschichte (Klima- und Florengeschichte, Paläogeographie und evolutive Verfügbarkeit genetischer Vielfalt), seiner Lage (Isolationsgrad und Zonobiom), sondern auch von der Summe der Vielfalt seiner abiotischen Faktoren (Geodiversität) ab. In diesem Zusammenhang zeichnet sich eine Verknüpfung der tropischen Diversitätsmaxima mit den ozeanischen Wasseroberflächentemperaturen von über 27°C ab. Es ist zu vermuten, dass mit Bezug auf den ökosystemaren Kontext der detailliert gut kartierbaren Diversität von Primärproduzenten (Gefäßpflanzen) mit den abhängigen Konsumenten- und Destruenten-Ebenen, die hier vorgelegte Karte mit relativ hoher Genauigkeit die globale Verteilung der gesamten terrestrischen Biodiversität widerspiegelt.

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