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On defining a Western European automobile industry - Problems and potentials

DOI: 10.3112/erdkunde.1993.01.03
Year: 1993
Vol: 47
Issue: 1
Pages: 25-39
Zusammenfassung:

Angesichts des kritischen Wendepunktes, an dem sich die westeuropäische Automobilindustrie mit der geballten Herausforderung neuer Technologien, eines einheitlichen europäischen Marktes und der wachsenden japanischen Konkurrenz konfrontiert sieht, erscheint es notwendig, eine Bewertung der grundlegenden geographischen Strukturen dieses Industriesektors unter besonderer Berücksichtigung der Produktionsstandorte, der Beschäftigtenzahlen und der funktionalen Verflechtungen über die Ländergrenzen hinweg vorzunehmen. Die Standorte sowohl der Betriebe, die fertige Fahrzeuge produzieren, als auch die Standorte einer Stichprobe von Zulieferbetrieben zeigen im Vergleich mit der überaus starken Konzentration der japanischen Konkurrenz eine ausgesprochene räumliche Dispersion. Dennoch ist ein Kernraum in Nordwest-Europa erkennbar, der durch eine starke Verdichtung von Automobilfabriken und Zulieferbetrieben aller Art geprägt ist. Dieser Raum ist weitgehend identisch mit der Zone des größten Marktpotentials innerhalb der Europäischen Gemeinschaft. Das Kerngebiet der Automobilindustrie wird auch durch die Verteilung der Beschäftigten im Fahrzeugbau und in den Zulieferindustrien gekennzeichnet, deren Medianzentrum in Nordost-Frankreich liegt. Im Rahmen dieser Arbeit wird weiterhin eine innere und äußere Peripherie-Zone der Automobilindustrie definiert und deren Anteil an den jüngeren Investitionen zur Steigerung der Produktionskapazität auf dem Fahrzeugsektor geprüft. Diese Streuung führt zu einem grundsätzlichen Standortkonflikt zwischen den Einsparungen bei den Arbeitskosten und der wachsenden räumlichen Distanz zu dem engen Netzwerk der Zulieferer. Die Techniken der "lean production" fördern die Abhängigkeit der Zulieferbetriebe, und die jüngsten Investitionen der Japaner in Europa begünstigen Standorte mit besserer Erreichbarkeit. Eine Analyse von Produktion und Absatz der sechs bedeutendsten Fahrzeughersteller in Europa zeigt, daß trotz wachsender Internationalisierung der Betriebsstandorte und der Herkunft der Bauteile von einer wirklichen funktionalen Integration der Unternehmen noch nicht gesprochen werden kann. Dabei hat sich ein Gegensatz entwickelt zwischen General Motors, Ford und Volkswagen auf der einen Seite, die große Fortschritte auf dem Weg zur Internationalisierung gemacht haben, sowie Peugeot-Citroen (PSA), Renault und Fiat auf der anderen Seite. In Anbetracht der instabilen ökonomischen Rahmenbedingungen der neunziger Jahre erscheinen weitere strukturelle und organisatorische Veränderungen unvermeidlich.

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