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You are here: Home Archive 1993 Fire ecology in the Canary Islands and Central California - A comparative outline

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Fire ecology in the Canary Islands and Central California - A comparative outline

DOI: 10.3112/erdkunde.1993.03.02
Year: 1993
Vol: 47
Issue: 3
Pages: 177-184
Zusammenfassung:

In den Gebirgen der subtropischen Winterregengebiete sind Wald- und Buschbrände von besonderer ökologischer Bedeutung. Unter natürlichen Bedingungen bewirkt das Feuer in Ökosystemen mit saisonaler Trockenheit eine beschleunigte Remineralisierung der Biomasse. Feuer ist sowohl auf den vulkanischen Kanarischen Inseln als auch im "fire country" Kalifornien stets ein natürlicher ökologischer Faktor gewesen. Beide Gebiete weisen eine Flora auf, die an das Feuerrisiko in besonderem Maße angepaßt ist. Heute steht unter den Feuerursachen der Mensch an erster Stelle. Die hypsometrische Verbreitung der Brände wird vornehmlich durch das Klima und die Menge der feueranfälligen Biomasse vorgegeben. So findet sich in der zentralen Sierra Nevada (Kalifornien) die Höhenstufe größter Feuerhäufigkeit bei 1400-2100 m (Koniferen-Mischwald), während auf den Westkanaren die Höhen von 800-1400 m besonders betroffen sind (Kanarischer Kiefernwald und Übergang zum Monte Verde-Gürtel). Insgesamt gesehen erscheinen die geoökologischen Folgeerscheinungen der Brände auf den Kanaren weniger tiefgreifend und langandauernd als in Kalifornien, so daß schwerlich von "ökologischen Katastrophen" gesprochen werden kann. Die Reproduktion der Vegetation nach den Bränden vollzog sich auf den Kanaren rasch, insbesondere an relativ humiden Standorten. Anders als in Kalifornien überwogen auf den Kanaren wenig intensive Grundfeuer. Die Kanarenkiefer gehört zu den am meisten feuerresistenten Koniferen. Es wurden weder ernsthafte Erosionsprobleme noch dauerhafte Störungen des Wasserhaushaltes im Gefolge der Brände beobachtet. Größere Bestandsdichte bzw. Biomasse im kalifornischen Koniferenmischwald (bedingt durch klimatische Faktoren und langandauernde Feuerschutzpolitik) begünstigt intensivere Kronenfeuer und damit weitergehende geoökologische Folgeerscheinungen. Das wesentliche ökologische Problem liegt jedoch nicht im Feuer selbst, sondern in den anthropogenen Eingriffen in die natürlichen Abläufe und Strukturen.

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